Mediation

Branding

Coaching


 

 

Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Vorstellungen über Ziele, Verhaltensweisen und die Ausgestaltung von Vereinbarungen müssen nicht zwangsläufig zu Konflikten und Rechtsstreitigkeiten führen.

In der Mediation helfe ich meinen Klienten, das Konfliktpotential zu nutzen, um gemeinsam eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die für keine Seite einen "faulen" Kompromiss darstellt.

 

Gerade bei sich ankündigenden Rechtsstreitigkeiten lohnt sich eine Mediation. Sowohl in Familienangelegenheiten, als auch bei Differenzen im Geschäftsumfeld, zwischen Interessensgruppen oder um dem Erfolg von Verhandlungen den Weg zu ebnen.

 

 

Der Mensch als Marke? Aber ja doch, was im Marketing bestens funktioniert, macht auch Personen im beruflichen und privaten Kontext stärker.

 

Zu viele Rollen, die erfüllt werden müssen, zu viele Ziele die erreicht werden sollen, täglich neue, wachsende Bedürfnisse, die sowohl im Privat- als auch im Berufsleben an einen herangetragen werden.

 

Da verliert man schnell den Blick für die eigene, gewollte Positionierung, das, was man wirklich sein und darstellen möchte und kann. Kein Wunder, dass es immer schwieriger wird, den eigenen USP, seine besonderen, manchmal ungesehenen Fähigkeiten klar zu zeigen und abzugrenzen.

 

Mit Personal Branding helfe ich, die eigenen Werte, Skills und Grenzen zu finden, klar zu kommunizieren und damit den Wert der Marke "Ich" greifbar für alle zu machen; egal ob für High Professionals oder Working Mums.

 

Auf Basis der Verknüpfung von systemischer Analyse und der Suche nach den eigenen Resilienz-Faktoren und -Mustern gelingt es, die innere Haltung zu definieren und das Gefühl für Selbstbestimmung besser zu spüren.

 

 

 

 

 

Kommunikation bestimmt unser Leben, den Alltag, die Art, wie wir bei anderen ankommen. Wer gezielt kommuniziert, seine eigene Kommunikation selbstreflektiert und authentisch gestaltet, wird besser gehört und verstanden.

 

Egal ob fürs Zweiergespräch oder die große Runde, als Vortragender oder Autor, der Mut zum eigenen Stil macht uns unterscheidbar und nachvollziehbar.

 

In meinen Kommunikationscoachings mache ich eingefahrene Muster und Mechanismen erkennbar und deren Wirkung nachvollziehbar.Verbal oder nonverbal - erst die Analyse und Reflexion ermöglichen, das eigene Wording zu verbessern und das Auftreten authentischer zu gestalten.

 

Das funktioniert im Dialog, einer Präsentation  wie auch im Autorentraining, immer durch learning by doing.

 


Unser Thema
Die digitale Welt - Hölle oder Evolution

 

Landen wir in der Zukunft in der Matrix – oder sind wir schon mittendrinnen? Haben wir in einer übertechnisierten, digitalisierten, global vernetzten Welt überhaupt noch  eine individuelle Wahlfreiheit und gibt es den Schutz der Persönlichkeit?

 

Gastdozent "Frau Change" Aniko Willems

am Donnerstag 06. Juni ab 18.30 Uhr

im Chocolat Nürnberg

 

 


Die Wölfe des Wohlstands

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Instinktsteuerung, intellektuelle Rudelbildung und gnadenloses Besserwissertum. Das sind die Früchte (und zugleich die Motoren) der Angst, die gerade ganz wunderbar wie Pilze aus der feucht-dampfenden Wald-Erde schießen. Den Boden hierfür bereiten fortwährend jene Experten, die sich öffentlich dem Statistik-Bashing hingeben, als gäbe es einen Preis dafür.

 

Verschwörungstheorien wabern durch alle Kanäle, als wäre der Ausbruch von Covid-19 der Startschuss eines Wettbewerbs gewesen, wer die angsteinflößendste Theorie des „Wir sind alle doch nur willenlose Marionetten“ mit dem größten Nachdruck verbreiten kann. Im Idealfall noch verstärkt mit einem „Ich bin jetzt ja sowas von sauer!“-Video.

 

Was steckt dahinter? Unsicherheit, Angst, geringes Vertrauen. Am meisten aber Furcht vor der eigenen Handlungsunfähigkeit und dem damit einhergehenden Kontrollverlust. Unsicherheit und Angst scheinen vor allem aber immer eines zu brauchen: einen klar definierten Schuldigen. Egal ob Deep State, Geheimclans, Aliens, Reptilienmenschen, „die da oben“ – all diese Theorien, an die man glauben mag oder auch nicht, haben vor allem eine Funktion: sie nehmen den Druck etwas raus. Erklären, warum die eigene Ohnmacht so erdrückend ist, warum wir so völlig überfordert sind. Wenn es von außen kommt, kann die Ursache für die Ohnmacht und die Wut darüber nicht in uns liegen. Und vor allem können wir einen Schritt nach vorne machen, es holt uns aus der Karnickelstarre; es egalisiert gleichsam den Totstellreflex. Gibt es einen Schuldigen, dann können wir uns nämlich wehren – wir können unseren tiefsitzenden Ängsten in Form von Wut, Aggression und Abwehr einen Ausdruck geben.

 

Wir kennen in unserer heutigen, westlichen Gesellschaft keine echt existentiellen Bedrohungen mehr. Wir haben als Gesellschaft keine Erfahrung mehr damit, was zu tun ist, wenn uns Krisen dieses Ausmaßes heimsuchen. Aber instinktiv reagieren wir – das Notfallprogramm unseres Gehirns startet automatisch zum Selbstschutz. Wir beschützen, was uns Halt und Sicherheit gibt. Jene Werte, die wir als die tragenden Säulen unserer individuellen Freiheit definiert haben.

 

In dieser noch nie dagewesenen Wohlstandsgesellschaft sind viele Werte mit Besitz, Hab und Gut verknüpft. Damit verbunden ist ein hohes Anspruchsempfinden, nach dem Motto „Das steht uns zu!“.

 

Tut es das?

 

Die Stimmen werden immer lauter, dass es Zeit ist, uns unsere individuelle Freiheit zurückzugeben. Doch zu allem Überdruss besteht die individuelle Freiheit nicht nur aus der Reise- und Bewegungsfreiheit, um seinen persönlichen Gelüsten und Bedürfnissen nachzugehen. Dazu gehört noch mehr – denn die Freiheit, zu entscheiden und zu handeln, bedeutet auch immer, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die Konsequenzen des Tuns und für die Folgen des Unterlassens. Wie groß das Ausmaß der Konsequenzen tatsächlich sein wird, wird uns erst die historische Rückschau erzählen, alles andere bleibt reine Spekulation.

 

Fühlt sich die Last der individuellen Verantwortung aber zu schwer an, brauche ich einen Schuldigen, der sie mir abnimmt.

 

Und hier teilt sich gerade die Gesellschaft. Die einen suchen kreative Wege, in ihrer Handlungsfähigkeit zu bleiben, gestalten, wollen sich beteiligen und richten ihren Focus darauf, was sie als Individuen ganz konkret in dieser gegenwärtigen Situation tun können. Sie treffen Entscheidungen, bewusst; manche ganz still und einige öffentlich sichtbar. Und das ohne jeden Anspruch auf Belohnung oder die Sicherheit, dass irgendetwas davon zum Erfolg führen wird.

 

Ist das naiv? Unüberlegt? Nein, das sind jene, die dieses gesellschaftliche Trauma wahrscheinlich besser überstehen werden; psychisch, vielleicht sogar auch wirtschaftlich. Sich seine Handlungsfähigkeit zu erhalten, ist ein Grundbaustein der individuellen und auch der gesellschaftlichen Resilienz.

 

Die anderen aber möchte ich „die Wölfe des Wohlstandes“ nennen. Das Heulen im Rudel gibt Halt und vermittelt: Du stehst nicht alleine da, wir sind uns ähnlich – und sei es nur in unserer Wut. Daher ist auch nur zu verständlich, dass jeder seinen Sicherheits-Anker sucht, wo es ihm erst einmal möglich ist. Es erfordert immer Mut, diesen sicheren Raum zu verlassen, um den nächsten Schritt zu tun.

 

Und daher mag ich an die Wölfe des Wohlstands appellieren, aggressionsfreie Meinungsbildung zuzulassen, statt zu hetzen, anzuschütten und vorzuverurteilen; bevor die nächste Welle des Gekläffs sich anbahnt. Es wird die Schatten und Ängsten nicht vertreiben, denn diese sind mit keinem Heilmittel, Serum oder Heilsbringer zu bezwingen. Schaut hin, auf eure eigenen Ängste, sie sind da und sie werden bleiben.

 

Angst ist nichts, was man wegdrücken muss, im Gegenteil. Angst ist unser Signalgeber, aufmerksam zu sein, auf sich zu achten und sinnstiftend etwas zu tun, was uns im Kleinen und Großen ein Stück nachhaltigerer Sicherheit wiedergibt.

 

Die Sicherheit nämlich, dass es weitergeht.

 Es gibt immer einen Weg.

 

 

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